Folge 14 – Finanzbegriffe einfach und schnell erklärt, Teil 2

Heute gibt es den zweiten Teil unserer Reihe: Finanzbegriffe einfach und schnell erklärt. Da der erste Teil bei euch so gut angekommen ist, haben wir heute wieder acht Begriffe für euch vorbereitet. Oft wird vorausgesetzt, dass jeder weiß was Zinsen genau sind, oder wo der Unterschied zwischen Sparkassen und Privatbanken ist. Wir wissen, so klar ist das gar nicht und erklären euch heute genau diese Themen. Aber hört/lest selbst.

Die heutigen Begriffe sind: Zinsen, Effektivzinsen, Zinseszins, Direktbanken, Geschäftsbanken und verschiedene Bankarten wie Sparkassen oder Genossenschaftsbanken.


Zinsen:

Schnell gesagt, kann man Zinsen als Preis für das Geld bezeichnen. Wenn Du z.B. einen Kredit bei der Bank aufnimmst, kannst du dir das so vorstellen, dass du das Geld (den Kredit) bei der Bank kaufst. Dafür bezahlst du dann den Zins, als Kaufpreis für den Kredit.

Effektivzinsen:

Wenn es um Zinsen geht, werden immer die Jahreszinsen und dann auch die Effektivzinsen genannt. Diese sind quasi die tatsächlichen Jahreszinsen, inkl. aller anfallenden Kosten. Wenn also z.B. eine einmalige Gebühr genau mit dem Kredit in Verbindung gebracht werden kann, wird diese in den Effektivzins eingerechnet. Achtung: Effektivzinsen betrachten immer nur ein Jahr.

Zinseszins:

Dieser Effekt beschreibt, dass wenn Du nach einem Jahr, Zinsen aus einer Anlage bekommst und dieses Geld weiter in der Anlage lässt, die Zinsen im nächsten Jahr mitverzinst werden. Das funktioniert aber nur, wenn die Zinsen nicht entnommen werden! Auf 10 Jahre kann das einen Unterschied von mehreren 100€ ausmachen.

Bsp.: Du hast 100 € mit 5% Verzinsung angelegt. Nach einem Jahr werden die 5 Euro Zinsen fällig, anstatt diese auszuzahlen, legst du sie für das nächste Jahr mit an.

Im nächsten Jahr bekommst du also 5% auf 105 €. Das sind: 5,25 €. Durch die 5 Euro Zinsen bekommst du im zweiten Jahr also 25 cent mehr Zinsen.


Direktbanken:

Kreditinstitut/Bank, die kein Filialnetz bzw. Beratung anbietet. Direktbanken verzichten auf ein teures Filialnetz und größtenteils auch auf Beratung der Kunden. 

Ziel davon ist es, die Kosten zu senken und die angebotenen Produkte möglichst günstig anbieten zu können.

Durch diese Strategie können zwar die Kosten für die Kunden möglichst gering gehalten werden, die möglichen Kundenkreise sind aber eingeschränkter, da Geschäfte und Abschlüsse nur online oder über das Telefon abgeschlossen werden können.

Daher sind aber z.B. Girokonten bei Direktbanken oft sehr günstig.

Geschäftsbanken:

Auch Universalbanken genannt, bieten ihren Kunden eine vielzahl an Finanzprodukten an. Man kann sagen, dass man als Kunde in einer Geschäftsbank jedes Finanzprodukt bekommen kann. (Versicherungen, Investmentlösungen wie Fondssparen, Girokonten, Sparkonten, Bausparverträge usw.)

Der Kundenkreis der Geschäftsbanken ist auch sehr groß, dazu zählen private Kunden, Firmen-/Geschäftskunden und auch öffentliche Stellen. Die meisten großen deutschen Banken, also z.B. die Sparkassen oder Genossenschaftsbanken zählen auch zu den Geschäftsbanken.


Sparkasse:

Öffentliche Regionalbank von den Kommunen, die beaufsichtigt werden und der Gemeinnützigkeit unterstehen. Es sind übrigens Universalbanken.

Genossenschaftsbank:

Genossenschaftsbanken sind ebenfalls Universalbanken, die als Rechtsform meistens die Genossenschaft haben.

Sie gehören der genossenschaftlichen Finanzgruppe an.

Der Begriff Genossenschaft bzw. die genossenschaftliche Idee besagt übrigens: “Was einer nicht schafft, dass schaffen viele gemeinsam.”

Privatbank:

Privatbanken sind quasi so gut wie alle anderen Banken die Du kennst. Dazu zählen die Deutsche Bank, die Commerzbank, die Targobank usw. Bei den Privatbanken steht die Gewinnerzielung im Vordergrund, was ja nichts schlechtes ist, da jedes Unternehmen Gewinne erzielen möchte.

Oft sind Privatbanken Aktiengesellschaften.


Zitat:

„Willst du den Wert des Geldes kennenlernen, geh und versuche dir welches zu borgen.“

Benjamin Franklin

Die passende Podcast Folge:

Folge 14: Finanzbegriffe einfach und schnell erklärt, Teil 2

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