Folge 17 – Warum man seinen Tod versichern sollte…

Heute geht es bei uns um den Tod… zumindest um die Lebensversicherung, die den eigenen Tod absichert. Dies ist sicherlich ein sensibles Thema, doch genau aus dem Grund stellen wir uns heute den folgenden Fragen:

Was ist eine Lebensversicherung? Was für verschiedene Arten gibt es? Wann macht eine Lebensversicherung Sinn? Worauf sollte man definitiv beim Abschluss einer Lebensversicherung achten?


First things first: Was ist eine Lebensversicherung überhaupt?

Versicherungen sind in der Regel dazu da, einen möglichen Schadensfall abzusichern. Das können Schäden am Auto sein, ein abgebranntes Haus oder Diebstahl. Man kann beinahe alles versichern. Nach dem Schadensfall bekommt man i.d.R. einen ausgemachten oder angemessenen Betrag Geld, zum Reparieren oder Ersetzen des beschädigten Gegenstandes. Die Lebensversicherung sichert tatsächlich den Schadensfall: „Tod“ ab. Nach Versterben gibt es, je nach Form der Lebensversicherung, einen vereinbarten Betrag Geld.

Da man ja gerade verstorben ist, kann man sich natürlich fragen,  wozu man so eine Versicherung überhaupt abschließen soll. Ausgeben kann man das Geld ja schließlich nicht mehr…

Meistens dient das Geld dazu, die Erben abzusichern. Wenn man z.B. ein Haus gebaut hat und dazu noch einen Kredit zurückzahlen muss, fällt dieser Kredit auch mit in das Erbe. Die Erben müssten den Kredit also noch zurückzahlen, obwohl möglicherweise das Haupteinkommen der Familie durch den Tod fehlt.


Was für verschiedene Lebensversicherungsarten gibt es?

Die Risikolebensversicherung

·       Der Versicherte und die Versicherungsgesellschaft einigen sich über eine Summe, die im Todesfall ausgezahlt wird. Dabei sollte man sich an möglichen offenen Krediten orientieren.

·       Der Versicherte zahlt einen monatlichen, relativ geringen Beitrag.

·       Wenn der Versicherte während der Laufzeit nicht verstirbt, endet der Vertrag einfach ohne Zahlung einer Geldsumme.

Die Kapitallebensversicherung

·       Grundsätzlich gleiches Vorgehen/Ablauf wie bei der Risiko-LV.

·       Der Unterschied liegt darin, dass die monatlichen Beiträge höher sind. Das liegt daran, dass neben der Versicherung an sich, noch Geld angespart wird.

·       Wenn der Versicherte während der Laufzeit also nicht verstirbt, bekommt er bei der Kapital-LV noch einen angesparten Betrag ausgezahlt.

·       Hier gibt es noch weitere Unterscheidungen, von denen wir jetzt gerne noch eine Form vorstellen wollen. ->

Die fondsgebundene Lebensversicherung

·       Eine Form der Kapitallebensversicherung

·       Der Sparanteil von dem Beitrag geht in diesem Fall in Investmentfonds.

Welche Form Du auswählen solltest, sagen wir dir am Ende des Beitrages.


Wann macht eine Lebensversicherung Sinn?

·       Den Erben etwas hinterlassen – Entscheidet man sich für Kapital-LV, baut man damit ja Kapital auf. Dies kann man einerseits als Altersvorsorge nutzen, oder schon mit der Absicht, seinen Erben etwas zu hinterlassen. 

·       Die Erben vor Schulden schützen – Wenn man einen Kredit aufgenommen hat und in seiner Familie derjenige ist, der am meisten verdient, können die Erben, wenn man verstirbt, die Kreditraten nicht alleine tragen. Durch eine Lebensversicherung können die Hinterbliebenen den Kredit zurückzahlen.

·       Einen Kredit absichern/tilgen – Das Absichern haben wir ja im vorherigen Punkt beschrieben. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Kredit während der Laufzeit gar nicht zu tilgen, sondern nur die Zinsen zu zahlen. Statt der Tilgung zahlt man in eine Kapitallebensversicherung ein und zahlt den Kredit nach Ende der Laufzeit mit dem Betrag aus der Lebensversicherung zurück.

·       Altersvorsorge – Um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, kann man mit einer Kapital-LV auch Altersvorsorge betreiben. Durch den Sparbeitrag kann man sich bis zum Rentenalter einen schönen Betrag ansparen und gleichzeitig den Todesfall absichern. Win Win.

·     Geld anlegen – Wenn man etwas als Altersvorsorge nutzen kann, kann man auch allgemein Geld dort anlegen. Hier eignet sich die fondsgebundene Lebensversicherung wohl am besten, da man einfach die höchsten Ertragschancen hat.


Worauf sollte man definitiv beim Abschluss einer LV achten?

Kosten – Achte auf die genauen Kosten beim Abschluss einer LV. Die Versicherungen bieten zwar alle ein ähnliches Produkt an, die Kosten können natürlich trotzdem stark variieren.

Verzinsung – Wie die Kosten, variieren auch die Verzinsungen des Kapitals bei einer Kapital-LV. Der Garantiezins ist zwar bei allen der Gleiche, doch die Versicherungen bieten manchmal auch höhere Zinssätze an. Achte also auch darauf. 

Höhe der Versicherungssumme, passend zum Kredit – Wenn Du die Lebensversicherung als Absicherung für ein Darlehen benutzt, achte darauf, die Versicherungssumme dem Darlehensbetrag anzupassen. Dabei macht es weder Sinn zu wenig zu versichern um Geld zu sparen, noch zu viel zu versichern. Je größer die Versicherungssumme ist, desto teurer wird auch der Beitrag!

Richtiges Modell wählen (Fondsgebunden) – Bei einer Kapital-LV die über einige Jahre laufen wird, macht es aus unserer Sicht Sinn, über eine fondsgebundene-LV nachzudenken. Aufgrund der langen Laufzeit kann man hier eben das Risiko eines starken Kursverlustes minimieren und im Gegenteil auf einen Gewinn am Ende der Laufzeit hoffen.


Zum Ende wie immer ein Zitat

Versicherungen: Eine Lotterie, in der man nur gewinnt, wenn man Pech hat.

Wolfram Weidner (Journalist)

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DISCLAIMER:

Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung gem. §63 ff. WpHG dar,

sondern dient lediglich der Information und Unterhaltung!

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