Folge 26 – Wer ist eigentlich Warren Buffett?

Warren Buffett, ihn haben wir in diesem Podcast schon mehrfach zitiert und sobald man sich mit dem Investieren und Aktien beschäftigt, läuft einem dieser Name früher oder später über den Weg. Doch wer ist er? Warum “läuft” er einem immer wieder über den Weg? Und was macht ihn so besonders? All das in der heutigen Folge! 


Kommen wir zur ersten Frage, wer ist er?

Warren Buffett ist 1930 in Omaha in den USA geboren, oft wird er daher als das Orakel von Omaha bezeichnet, warum? Dazu später mehr.

Im Alter von sechs Jahren, so sagt man, hat er im Sommer Coca-Cola Sixpacks verkauft. Er kaufte diese Sixpacks für 25 Cent und verkaufte die einzelne Flasche dann wiederum für 5 Cent. Auch vermietete er später Flipperautomaten oder verkaufte gebrauchte Golfbälle. Seine ersten drei Aktien kaufte er im Alter von 11 Jahren, gut, sein Vater war auch Broker (Aktienhändler) und eine gewisse Affinität für Aktien wurden ihm wahrscheinlich schon in die Wiege gelegt, dennoch bemerkenswert. 

Er studierte Wirtschaftswissenschaften und hatte im Jahr 1954 die Möglichkeit im Unternehmen seines ehemaligen Professors Benjamin Graham (Begründer der Fundamentalanalyse: Eine Form der Aktienanalyse, bei der Unternehmen nach bestimmten Kennzahlen bewertet werden) als Wertpapieranalyst zu starten. Schon von Beginn an hat er sich zum Ziel gesetzt, kein kurzfristiges Handeln zu betreiben, sondern nur langfristige Investments zu tätigen. So erreichte er in den ersten Jahren eine jährliche Rendite von 20%! 

Mit 25 Jahren gründete Buffett seine erste Investmentgesellschaft, eine Art Fonds mit dem er weiterhin eine jährliche Rendite von über 29% erwirtschaften konnte. 

13 Jahre später kaufte er das Textilunternehmen Berkshire Hathaway und bot den Investoren an, ihr Geld in Anteile an B.H. (zu damalig ca. 43 US-Dollar pro Aktie) zu investieren. Berkshire sollte allerdings kein Textilunternehmen bleiben, denn Warren Buffett kaufte immer mehr Unternehmen auf, die eigentlich nichts mit der Textilbranche zu tun hatten und bildete so ein Beteiligungsunternehmen (Holding) mit Schwerpunkt in der Versicherungswirtschaft. Berkshire ist heute einer der größten Rückversicherer (Versicherung für Versicherungen) der Welt. 

Bekannt wurde das Unternehmen von Warren Buffett vor allem durch hohe Beteiligungen an bspw. Coca-Cola, Kraft-Heinz, Gilette oder der Washington Post. 

Heute ist Berkshire eines der Top 10 Unternehmen in den USA und beschäftigt mehr als 360.000 Menschen. Noch heute wird das Unternehmen von Warren Buffett geleitet. 


So viel zu ihm und vor allem seinen Unternehmen. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie er das geschafft hat?

Grundsätzlich ist Warren Buffett ein absoluter Verfechter des “Value-Investings” (letzte Folge). Er achtet also stark auf den Wert und schaut, ob dieser in seinem Modell unter- oder überbewertet ist. Weiterhin lässt er aber auch Themen einfließen wie z.B. die Qualität der Geschäftsführung oder die Zukunftsfähigkeit. Weiterhin schüttet sein Unternehmen (sein Vermögen besteht zu 99,9% aus B.H.) z.B. keine Dividende aus, sondern nutzt die Gewinne um zu reinvestieren. 

Ein weiterer Anlagegrundsatz von Buffett ist, dass er nur in “einfache” Unternehmen investiert, deren Geschäftsmodell er auch versteht. 

Seine Grundsätze kurz zusammengefasst:

„Wir investieren nur in ein Unternehmen, wenn wir (1) die Geschäfte verstehen, (2) die langfristigen Aussichten des Unternehmens gut sind (erwiesene Ertragskraft, gute Erträge auf das investierte Kapital, keine oder nur geringe Verschuldung, attraktives Geschäft), (3) das Unternehmen von kompetenten und ehrlichen Managern geleitet wird und (4) sehr attraktiv bewertet ist.“

Mit diesen Grundsätzen war und ist er bis heute sehr erfolgreich. So konnte er seit 1965 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 20% erwirtschaften. Die Aktie von Berkshire Hathaway ist heute die teuerste Aktie der Welt, mit einem Wert von ca. 280.000€ pro Aktie! (Dezember 2020) Da kann man sich glücklich schätzen nicht nur einer der Aktionäre zu sein, sondern vielleicht damals eine/r der Personen gewesen zu sein, die Ihre Anteile am Investmentpool in Aktien umgetauscht haben… zu einem Wert von damals 43 US-Dollar pro Aktie. 


Kommen wir zur letzten Frage, wieso wird er oft als das “Orakel von Omaha” bezeichnet?

Durch sein Geschick, einige Unternehmen erkannt zu haben, die unterbewertet waren und die nach dem Kauf durch Warren Buffett stetig an Wert gewannen, erhielt er den Titel “Orakel von Omaha”. Relativ einfach also… 


Wir wollten dir mit dieser Folge einen Überblick über einen der bedeutendsten Börsengurus der letzten Jahrzehnte geben. Damit du weißt, um wen es sich handelt, wenn mal wieder die Rede vom Orakel von Omaha ist. 

Wie immer, wenn du Fragen hast, kannst du dich gerne bei uns melden.

Ein Zitat zum Schluss, heute, wie soll es anders sein, von Warren Buffett:

“Vor langer Zeit hat mir Ben Graham beigebracht, dass ‘der Preis das ist, was Du zahlst, und der Wert das ist, was Du bekommst.’ Ob wir über Socken oder über Aktien reden: Ich mag es, Dinge zu kaufen, wenn sie heruntergesetzt sind.”

Warren Buffet
Folge 26: Wer ist eigentlich Warren Buffet?

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