Folge 28 – Das war das Jahr 2020!

Wir wollen die letzte Folge des Jahres 2020 dafür nutzen, einen kleinen Jahresrückblick zu geben und über das zu sprechen, was an der Börse im letzten Jahr los war. Jetzt sagst du vielleicht, das Jahr ist doch noch gar nicht rum? Das stimmt natürlich aber gerade vor Weihnachten und zwischen den Jahren passiert meistens sehr sehr wenig. Deswegen kann man schon jetzt gut ein Fazit schließen.

Wir haben uns überlegt, wir unterteilen den Jahresrückblick wie ein Wirtschaftsjahr in 4 Quartale, also jeweils 3 Monate. Fangen wir doch direkt mit dem 1. Quartal an.


Am Jahresanfang 2020 standen eigentlich alle Zahlen gut dar. Irgendwo weit entfernt in Asien gab es eine Grippewelle, aber das ist ja relativ normal für die Jahreszeit. Hätte uns jemand am Silvesterabend erzählt, der DAX würde drei Monate später unter 10.000 Punkten stehen, hätten wir der Person wahrscheinlich das Sektglas weggenommen. 

Anfang des Jahres lag der DAX bei über 13.000 Punkten und das Börsenjahr 2019 war für viele (diejenigen, die investiert waren) ein voller Erfolg. Und dann Mitte Februar das bittere erwachen. Diese weit entfernte Grippewelle mit dem neumodischen Virus SARS-COV-2 kam plötzlich auch in Europa an und die Fallzahlen stiegen und stiegen auf der gesamten Welt. Der darauf folgende Absturz der Börsen auf der Welt war zwar nicht der stärkste (2008/2009 höherer Verlust) aber die Geschwindigkeit war immens. Mehrere Tage verloren die großen Indizes im zweistelligen Bereich an Wert, sodass nach genau einem Monat der DAX seinen niedrigsten Wert seit 7 Jahren erreichte – 8.174 Punkte. Das entsprach einem Verlust von fast 40%. Der Grund war neben den steigenden Fallzahlen, natürlich auch der damit verbundene Lockdown des öffentlichen Lebens und damit der Wirtschaft. 

Mit immensen Förderprogrammen steuerten die Regierungen und Zentralbanken der Welt gegen diese Entwicklungen. Kurz um, das 1. Quartal war ein Börsenquartal, was so noch nie vorgekommen ist und auch in keinen Businessplänen jemals vorgekommen ist – ein klassischer schwarzer Schwan. 


Das 2. Quartal brachte dann relativ schnell den Umschwung.

Obwohl die Fallzahlen immer noch hoch waren, stieg die Hoffnung durch die Wiedereröffnung der Geschäfte und dem Blick Richtung Sommer. So schnell wie die Börsen im Februar/ März gefallen waren, stiegen sie auch wieder, und zwar um mehr als 50% innerhalb von 3 Monaten. Ende Juni fand sich der Dax wieder auf mehr als 12.600 Punkten und dasselbe Bild zeigte sich auch in den USA und dem Rest der Welt. 

Woran lag das? 

Vor allem daran, dass die Alternativen gefehlt haben. Anleihen, Bankkonten, Rohstoffe brachten keine Renditen mehr und das auch perspektivisch in den nächsten Jahren nicht. 

Es bleibt also den großen, wie auch kleinen Anlegern nichts übrig, als in Aktien zu investieren. 

Eine weitere Besonderheit in diesem Quartal war der Ölpreis. Das erste Mal in seiner Geschichte war der Ölpreis im negativen Bereich. Ja du liest richtig, du hast Geld dafür bekommen Öl zu kaufen! Zugeben nur für einen Tag, aber dennoch einzigartig. 

Und dann war zum Ende des 2. Quartals auch noch der Wirecard Absturz. Noch nie in der Geschichte des DAX ist ein Mitglied dieser “DAX-Familie” so stark abgestürzt. Innerhalb von einem Tag von einem Kurs von 109,00€ auf 29,60€. Und dann innerhalb einer Woche auf einen Wert von einem € pro Aktie. 

Und das Jahr 2020 war ja erst zur Hälfte rum!


Das 3. Quartal stand ganz im Zeichen von Entspannung.

Da Corona während des Sommers kaum ein Thema war, viele Unternehmen schon wieder Hoffnung geschöpft hatten und viele Menschen aus der Kurzarbeit rauskamen, war das 3. Quartal relativ schwankungsarm. Der DAX bewegte sich zwischen 12.800 und 13.400 Punkten hin und her. 

Der NASDAQ (Amerikanischer Index für Technologiewerte), der absolute Corona Gewinner, stieg am 1. September auf sein Rekordhoch von damals 12.400 Punkten. Seit dem Corona “Down” im März, konnte man mit einem Investment auf den NASDAQ, ganze 86% Rendite erwirtschaften!

Der Goldpreis kletterte auf ein Rekordniveau von 2076$ pro Feinunze. Bis zum Sommer konnte man sehr gute Gewinne mit Gold machen. Klar, Gold ist eben auch ein Kriseninvestment. 

Das 3. Quartal mit den Urlaubsmonaten, war zwar entspannt, aber mit den Urlaubsrückkehrern kam auch Corona wieder auf den Plan und die Infektionszahlen stiegen wieder. 


Damit fing das 4. Quartal wieder mit einer deutlichen Unsicherheit an. 

Die steigenden Corona-Zahlen versetzten die Wirtschaft wieder in eine große Unsicherheit. Die Aktienmärkte sanken wieder etwas und verloren ihre Euphorie. Keinesfalls so stark wie im März aber der DAX musste Verluste i.H.v. ca. 15% verkraften. 

Allerdings kam es dann zu den ersten Erfolgen in den klinischen Tests der Corona-Impfungen. Was natürlich ein absolut positives Signal für die Wirtschaft und somit auch für die Börsen war. Der DAX stieg somit wieder auf über 13.000 Punkte und auch die restlichen Börsen der Welt waren begeistert. Gewinner waren auch endlich wieder nicht nur Tech-Werte, sondern auch sogenannte Value-Werte. 

Selbst der Börsengang von Airbnb war ein voller Erfolg. Die Aktie stieg innerhalb eines Tages von ca. 60$ auf über 120$ und das, obwohl es sich hier um eine Tourismus-Firma handelt. 

Jetzt zum Ende vor Weihnachten stiegen die Börsen auf der Welt nochmal etwas, sodass zum heutigen Stand (17.12.2020) gesagt werden kann, wer Anfang des Jahres 2020 in den DAX investiert hatte, kam zum Ende des Jahres mit einem Plus aus diesem extrem turbulenten Jahr – ein Zartes, aber Plus ist Plus! 

Wie wird 2021? 


Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

Bis dahin, ein Zitat zum Schluss, heute mal von Friedrich Nietzsche:

“Erst am Ende eines Jahres weiß man, wie sein Anfang war”

Friedrich Nietzsche
Folge 28: Das War das Jahr 2020!

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