Folge 31 – 100% Steigerung im Börsenjahr 2021?

Gerade zu Beginn des neuen Jahres fragen sich viele, wie wird eigentlich das Börsenjahr 2021? Gleich vorweg, wenn wir das wüssten, würden wir diesen Beitrag von einem weißen Sandstrand aus verfassen.

Dennoch ist das natürlich eine berechtigte Frage, wenn man schon in Aktien, Fonds oder ETF’s investiert ist oder dieses Jahr endlich damit anfangen möchte. Aus diesem Grund stellen wir uns heute eben genau diese Frage und ermitteln, wer eigentlich die Treiber dieses Jahr sein könnten? All das in der heutigen Folge!


Fangen wir damit an, indem wir uns die aus unserer Sicht großen Treiber für ein positives Börsenjahr anschauen.

Für alle, die nicht gegen den Markt wetten, also auf fallende Kurse setzen, empfinden wir das Börsenjahr als ein positives Jahr, indem die Aktienmärkte mit (deutlichem) Plus zu Ende gehen werden. (Wie war 2020?)

Das Börsenjahr ist vor allem von folgenden Faktoren abhängig: 

  • Corona-Pandemie: Ja, wir können es alle nicht mehr hören, aber Corona ist immer noch nicht vorbei und so wie es aktuell aussieht, wird es uns mind. noch bis zum Ende des Jahres mehr oder weniger begleiten. Die Maßnahmen wie Lockdowns schwächen natürlich die Wirtschaft, da viele Unternehmen geschlossen haben bzw. ihre Aufträge sinken. Hierzu muss man allerdings sagen, dass durch die entdeckten Impfstoffe die tatsächliche Pandemie eher wenig Einfluss auf die Börsen haben wird. Denn der Großteil wurde durch die Kursrutsche im Februar/März 2020 schon längst in den Kursen “eingepreist” (eingepreist bedeutet, dass sich der Kurs einer Aktie, wegen dieses Ereignisses, nicht noch weiter ändern wird)
    Dennoch sind die Lockdowns, welche verhängt werden, eine sehr starke Belastung. Der Lockdown kostet die Wirtschaft pro Woche 3,5 Milliarden Euro. Eine unfassbar große Zahl. Das sind ca. 700 Millionen Döner, also für jeden Deutschen ca. 8 Döner. Die Unternehmen werden durch den Lockdown weniger Gewinn machen und das spiegelt sich dann auch in den jeweiligen Aktienkursen wider.

  • Maßnahmen der Politik und Zentralbanken: Um den Verlusten aus den Lockdowns entgegenzuwirken, haben die Staaten und Zentralbanken große Hilfsprogramme aufgelegt. Die Bundesregierung bspw. hilft mit Unterstützungszahlungen für die Unternehmen, die durch den Lockdown geschlossen haben oder haben extra Kreditprogramme aufgelegt, damit mehr Unternehmen die Möglichkeit haben zu investieren. Je mehr Unternehmen investieren, umso mehr andere Unternehmen haben wiederum was davon, das steigert wie in einem Kreislauf die Wirtschaft.
    Die Zentralbanken haben ihren Leitzins noch mehr ins Negative gesenkt, sodass Banken und Staaten mittlerweile Geld bekommen, wenn sie bspw. der EZB Geld abnehmen. Gleichzeitig müssen die Banken, Versicherungen und Staaten für jeden Euro auf den Konten auch Zinsen an die EZB bezahlen. Du fragst dich sicherlich, was das jetzt soll? Na ja die Banken müssen diese Negativzinsen mittelfristig an ihre Kunden weitergeben. Bedeutet, dass Zinsen für Kredite niedrig sind und zum anderen müssen Kunden Geld bezahlen, wenn sie das Geld auf dem Konto liegen lassen. Beides soll einen großen Anreiz zum Investieren liefern und somit die Wirtschaft stärken. 

  • Inflation: Aktuell befindet sich die Inflation, also die  Geldentwertung auf einem Wert von -0,3 %. Wir haben gerade im Moment also keine Inflation (Preise steigen und das Geld wird weniger wert), sondern wir haben eine, wenn auch sehr kleine, Deflation (die Preise sinken, das Geld wird mehr Wert). Das liegt an der “Mehrwertsteuersenkung”, die die Bundesregierung bis Ende 2020 beschlossen hatte.

Die Zentralbanken verbreiten allerdings gerade sehr viel neues Geld, wodurch die Gefahr von einer höheren Inflation steigt. Das Ziel der Zentralbank ist ein Wert von nahe aber unter 2 %. Bedeutet, es dürfte zur Zeit ruhig ein wenig steigen, nur eben nicht zu sehr. Für dieses Jahr sehen die Experten hierzu noch keine großen Probleme, aber in den kommenden Jahren sind sie sich einig: Wir müssen mit größeren Inflationsraten rechnen.
Dazu jedoch gleich vorweg. Eine etwas höhere Inflation ist nicht schlecht für die Aktienkurse, denn Aktien preisen die Inflation ein und dienen daher eher zum Schutz vor der Inflation.


  • Alternativen: Es fehlen die Alternativen zur Geldanlage. Auf der Bank bekommst du nichts mehr, musst teilweise sogar Geld zahlen, um dein Geld zu “parken”. Anleihen geben kaum bzw. keine Rendite und dasselbe gilt für Lebensversicherungen. Kurzum, es gibt genau zwei Vermögenswerte, die sich aktuell noch lohnen, das sind zum einen Aktien und zum anderen Immobilien. Das heißt alle, die ihr Geld mit Rendite anlegen wollen, kommen um Aktien und Immobilien nicht herum. Das treibt logischerweise auch die Preise nach oben. Die Börsen steigen. 

  • Neuer Präsident in den USA: Mit dem “abdanken” von US-Präsident Trump und dem Amtsantritt von Joe Biden kommt Ruhe in die Weltwirtschaft. Die Konflikte mit der EU und China werden abflauen und für Unternehmen wird es sicherer, in den jeweiligen Ländern zu investieren. Das hat wahrscheinlich einen positiven Effekt auf die Wirtschaft und somit auch auf die Börsen. Auch wenn die Probleme mit China und der EU aufgrund der Ungleichbehandlung der Unternehmen immer mal wieder auftauchen werden. 

Wie sieht also unser Fazit für das Börsenjahr 2021 aus? 

Ob eine 100%ige Steigerung in diesem Jahr zu erwarten ist, kann niemand sagen, aber sollte nicht etwas Unvorhersehbares bzgl. Corona und den Impfungen passieren wird das Börsenjahr 2021 sicherlich kein schlechtes. Denn wie gesagt, die Alternativen fehlen, das einzige, womit man sein Geld noch gewinnbringend anlegen kann, sind Aktien und Immobilien. Dennoch sollte man die Augen offen halten und sich bewusst sein, dass es auch mal zu stärkeren Schwankungen in diesem Jahr kommen kann. 

Aber egal in welchem Börsenjahr, mit einer guten Strategie und kontinuierlichem investieren/ sparen nimmst du Höhen und Tiefen gerne in Kauf, denn damit kann es dir fast egal sein, ob das eine oder andere Jahr jetzt besonders gut oder eher schlecht war. 

Wenn du Fragen zu diesem Thema oder Anregungen hast, schreib uns wie immer gerne! 

Zum Schluss ein Zitat, heute vom Banker Sidney B. Wachtel:

“The January-effect / As goes January, so goes the year”

Sidney B. Wachtel

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Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

Geplant haben wir die Folge hiermit*.

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