Folge 47 – Achtung! Der riesen Immobilienkonzern kommt.

Passend zur aktuellen Situation und den Neuigkeiten rund um die Deutsche Wohnen sowie Vonovia, haben wir uns gedacht, wir widmen hierzu diese Folge. Diese beiden Unternehmen werden immer wieder stark kritisiert und werden als die “bösen” dargestellt. Doch was machen diese Unternehmen? Wer steht dahinter? Was planen diese beiden Unternehmen? Und welche Konsequenzen entstehen für dich, wenn du Aktionär bist? All dies in der heutigen Folge! 


Fangen wir mit einer kurzen Übersicht über die beiden Unternehmen an: 

Deutsche Wohnen SE:

  • Sitz in Berlin
  • Gründung 1998 durch die Deutsche Bank. 
  • Unabhängig von der Deutschen Bank seit 2006.
  • Wuchs durch zahlreiche Unternehmenskäufe zu einer der größten europäischen Immobiliengesellschaften an. 
  • Seit Juni 2020 im DAX gelistet.
  • Ca. 155.000 Wohnungen, davon 114.200 in Berlin und 2.900 Gewerbeimmobilien
  • Dazu betreibt die Deutsche Wohnen 77 Pflegeimmobilien mit rund 10.000 Pflegeplätzen
  • 75% der Konzernmitarbeiter arbeiten in der Pflege (Ca. 5.300 Gesamt)
  • Im Jahr 2020 konnte der Konzern einen Umsatz von rund 2,7 Milliarden Euro sowie einen Gewinn von 1,5 Mrd. EUR erzielen. 

Vonovia SE:

  • Sitz in Bochum
  • Hervorgegangen aus der Deutschen Annington, die im Jahr 2000 rund 64.000 Eisenbahnerwohnungen kaufte, die im Zuge der Privatisierung der Deutschen Bahn verkauft wurden. 
  • Ebenso durch viele Aufkäufe, bspw. die Immobiliensparte der Allianz Versicherung oder Betriebswohnungen von EON oder RWE wuchs auch Vonovia nach und nach zum größten deutschen Immobilienunternehmen. 
  • Im Jahr 2013 kam es zum Börsengang.
  • Vonovia besitzt zum Ende des Jahres 2020 rund 415.700 Wohnungen, ca. 140.000 Garagen und Stellplätze sowie ca. 6.600 Gewerbeeinheiten. 
  • Ca. 84% dieser Immobilien sind in Deutschland, 11% in Schweden und 5% in Österreich. In Deutschland ist der Großteil der Immobilien im Ruhrgebiet sowie Berlin.  
  • Ca. 10.600 Mitarbeiter
  • Im Jahr 2020 konnte der Konzern einen Umsatz von rund. 4,031 Mrd. EUR sowie einen Gewinn von ca. 1,8 Mrd. EUR erzielen. 

Soviel zur Übersicht, doch wer steht hinter den beiden Unternehmen? 

Beide Konzerne sind Aktienunternehmen. Davon sind 90% (Vonovia) und 64% (Deutsche Wohnen) der Aktien im Streubesitz. Die größten Anteilseigner sind bei beiden Unternehmen zum einen BlackRock (7,5% Vonovia und 11,48% Deutsche Wohnen) sowie die Norwegische Staatsbank, stellvertretend für den Staatsfonds mit ca. 7%. Sonst gibt es noch einige größere Vermögensverwaltungen, Fonds sowie natürlich Kleinanleger. 

Da beide Unternehmen eben Aktiengesellschaften sind und damit naturgemäß eine Gewinnmaximierung anstreben, stehen beide Unternehmen immer wieder in der Kritik.

Oft kritisiert wird die mangelnde Modernisierung, Instandhaltung sowie ungerechtfertigte Mieterhöhungen. 


Was planen diese beiden Unternehmen nun genau? 

Vonovia hat am 24. Mai 2021 angekündigt die Deutsche Wohnen für insgesamt ca. 18 Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Das neue Unternehmen, immer noch unter dem Namen Vonovia, wird dann über 500.000 Wohneinheiten haben und der größte Immobilienkonzern Europas sein. Dennoch wird Vonovia dann “nur” 2% der Wohnungen in Deutschland haben. Der immer noch deutlich größere Anteil ist in privater Hand. 

Das Vorhaben ist verständlicherweise in der Kritik, da die Macht dieses Konzern in Frage gestellt wird und die Angst vor noch höher steigenden Mieten besteht. Auf der anderen Seite kann der Konzern auch Synergien erzeugen. Grundsätzlich ist das natürlich ein sehr streitbares Thema. 


Was bedeutet so eine Fusion jetzt für dich als Aktionär? 

In diesem Beispiel wird Vonovia durch die Fusion das Vermögen der Deutschen Wohnen übertragen bekommen. Hierzu wird Vonovia weitere Aktien auf dem Markt bringen und die Aktionäre der Deutschen Wohnen damit ausbezahlen. Du als Aktionär bekommst also vom übernehmenden Unternehmen Aktien geliefert. Im Vorfeld einer Fusion wird immer der jeweilige Wert festgelegt. 

Beide Hauptversammlungen müssen dem Vorhaben dann zustimmen, sodass eine Schlechterstellung des zu übernehmenden Unternehmen meistens eher ausgeschlossen ist, es sei denn das Unternehmen muss fusionieren, bspw. aufgrund Zahlungsschwierigkeiten. 


Wie ist Eure Einschätzung zu dieser geplanten Fusion? Schreibt es uns gerne!

Zum Schluss wie immer ein Zitat, heute zugegebenermaßen streitbar, vom Immobilieninvestor Jakob Mähren: 

“Wenn nun auch noch Vermieter in ihrer Position als Wohnungsgeber abgestraft und bevormundet werden, wird es zu deutlich weniger verfügbaren Wohnungen kommen. Das gilt für Berlin, aber auch für andere deutsche Städte mit sozialismusnaher Senatschaft“

Jakob Mähren
Folge 47 Achtung! Der riesen Immobilienkonzern kommt.

Bleibt informiert, eiskalt und ehrlich!


Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

Geplant haben wir die Folge hiermit*.


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