Folge 50 – Banken fusionieren nur noch…

Banken fusionieren die ganze Zeit. Gerade kleinere regionale Banken fusionieren sehr oft. Das hört man in den Medien oder erfährt es am eigenen Leib. Aber auch bei größeren Banken sind Fusionen immer wieder Thema, oft eher mit einem negativen Unterton. Doch was ist eine Fusion eigentlich? Warum fusionieren Banken/ Unternehmen? Und welche Auswirkung hat eine Fusion auf dich als Kunde? All das in der heutigen Folge!


Fangen wir mit der ersten Frage an, was ist eigentlich eine Fusion?

Eine Fusion wird meistens von zwei selbstständigen Unternehmen vorgenommen. Dabei werden beide Unternehmen in ein selbstständiges Unternehmen verschmolzen. Dabei wird das gesamte Vermögen (Gebäude, Maschinen, Mitarbeiter, etc.) und Verbindlichkeiten (Kredite, Forderungen von Lieferanten) zusammengefasst. Meistens geht ein Unternehmen (meistens das kleinere) in das andere größere Unternehmen über. Als Kaufpreis werden Anteile am übernommenen Unternehmen ausgeben. Daher kommen Fusionen meistens bei Aktiengesellschaften vor. 

Bevor eine Fusion stattfinden kann, müssen einige rechtliche Bedingungen erfüllt werden. Bei größeren Unternehmen muss ein Zusammenschluss immer auch kartellrechtlich geprüft werden. Ein Kartell entsteht immer dann, wenn mind. zwei Unternehmen sich bspw. im Preis für bestimmte Produkte abstimmen. Die Gefahr besteht dann, dass die Kunden das Produkt gar nicht günstiger bei einem Konkurrenten bekommen, da diese sich gegenseitig abgesprochen haben. Daher werden sie kartellrechtlich verboten. Damit eben eine nicht zu große Macht entsteht, muss das auch vor einer Fusion geklärt werden (siehe Vonovia und die Deutsche Wohnen)


Kommen wir zu Frage, wieso Unternehmen bzw. Banken überhaupt fusionieren?

Die Gründe können natürlich sehr unterschiedlich sein, aber i.d.R. kann man einmal strategische Gründe sehen (größerer Markt, größere Auswahl an Produkten, bessere Verteilung von Ressourcen, Risiko minimieren) und finanzielle Gründe (bessere Verhandlungsmacht, besserer Zugang zum Kapitalmarkt).

Bedeutet, wenn zwei Unternehmen ähnliche Produkte haben und beide kleinere Marktanteile haben, können Sie durch eine Fusion ihre Marktanteile erhöhen. 


Warum fusionieren jetzt oft kleinere Banken? 

Das hat vor allem Kostengründe. Denn durch die anhaltende Niedrigzinsphase und erhöhte rechtliche Anforderungen ist zum einen eine Haupteinnahmequelle weggebrochen und zum anderen die Kosten deutlich gestiegen. Das lässt sich durch eine größere Bank mit mehr Kunden natürlich auffangen. Das ist tatsächlich einer der Hauptgründe, warum dies in den letzten Jahren so oft passiert ist. 

So gab es 1990 noch rund 769 Sparkassen, heute (2019) gibt es nur noch 379. 

Bei den Volksbanken hat sich die Zahl von 5.000 Banken in den 70er bis heute (2020) auf 814 verringert.


Kommen wir zu einer der wichtigsten Fragen, welche Auswirkungen hat das für dich als Kunde? 

Grundsätzlich passiert dir erst mal nichts. Natürlich kann es anfangs zu ein paar kleineren Fehlern kommen, da Arbeitsabläufe neu sind und die Technik auch fusioniert werden muss. Auf Dauer kann es für dich als Kunden aber auch positiv sein, denn ggf. kommen neue, günstigere Produkte auf den Markt und das Unternehmen/ die Bank bekommt neue Inputs von außen. Daher keine schlechte Sache…


Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, schreib uns gerne und wir klären deine Fragen!

Zum Schluss wie immer ein Zitat, heute vom ehemaligen Vorstand der Nord LB:

“Größe ist nicht immer gleich Stärke. Der Fitteste wird überleben – nicht unbedingt der Fetteste.

Ehemaliger Vorstand der Nord LB
Folge 50: Banken fusionieren nur noch…

Bleibt informiert, eiskalt und ehrlich!


Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

Geplant haben wir die Folge hiermit*.


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