Folge 58 – Die größte Finanzkrise der Neuzeit!

Sehr oft haben wir bisher über die schönen Seiten der Börse gesprochen, die tollen Kursgewinne, Rekorde an den Aktienmärkten und die ein oder andere Erholung an den Märkten. Über die echten Krisen haben wir bisher am Rande eher gesprochen. Nun wollen wir eine Finanzkrise mal genauer besprechen, denn dieses Wissen gehört genauso dazu wie die schönen Momente. 

Wir schauen uns daher heute die Finanzkrise 2008/2009 an und sprechen darüber, was überhaupt genau passiert ist? Was die Gründe hierfür waren? Welche Folgen es hatte? Und wie es seitdem weitergegangen ist? All das in der heutigen Folge! 


Fangen wir mit der ersten Frage an, was ist hier genau passiert? 

Immobilien waren in den USA lange Zeit das Nonplusultra. Es wurde danach gelebt, dass man jede Immobilie jederzeit verkaufen kann. Denn jeder möchte eine Immobilie.  Das ganze wurde durch niedrige Zinsen und eine sehr sehr leichtfertige Kreditvergabe noch unterstützt. 

Der Preis für Immobilien stieg durch diese Faktoren stark an. 

Noch dazu kam, dass die Kredite, die herausgegeben wurden, von Ratingagenturen falsch geratet wurden. Eigentlich sehr schlechte Kredite, also von Kreditnehmern die eine schlechte Bonität haben, wurden zum Teil mit einem sehr guten Rating versehen. 

Die Kredite wurden wiederum als Investmentprodukte an andere Banken / Investmentbanken weiterverkauft. Das war so lange die Häuserpreise weiter gestiegen sind, auch kein Problem. 

Die US-Zentralbank (FED) hat den Leitzins zwar seit der Dotcom Blase sehr niedrig gelassen, jedoch kurzfristig etwas erhöht. Dadurch konnten viele ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen und mussten ihre Immobilien verkaufen. Grund waren variable Zinsbindungen. Dadurch platzte die Immobilienblase und die zuvor verkauften Kredite, mit überwiegend schlechter Bonität wurden wertlos. Dies wiederum versetzte die Banken in Probleme, da deren Liquidität abnahm. Eine Refinanzierung durch andere Banken, was zu dem Zeitpunkt üblich war, blieb aber aus, da die Banken kein Vertrauen mehr untereinander hatten. 

Als Folge musste die Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz anmelden. Dies führte zu Panik an den Börsen und die Kurse brachen ein. Weitere Banken und Versicherungen mussten Insolvenz anmelden. (Etwas ausführlicher im Podcast)

Da die Banken nun generell sehr vorsichtig bei der Kreditvergabe waren, konnten viele Unternehmen keine Kredite mehr aufnehmen, die Folge waren weitere Insolvenzen und ein Abbau von Arbeitsplätzen. 

Die Finanzkrise wurde dann letzten Endes zur Wirtschaftskrise. 


Wie ist es dann weitergegangen? 

Irgendwas mussten sich die Zentralbanken und die Politik überlegen. Daher wurden die Zinsen stark gesenkt. Diese Finanzkrise war auch einer der Auslöser für unsere aktuelle Nullzinsphase. 

Durch die niedrigen Zinsen wurde es wieder interessanter für Unternehmen zu investieren und Arbeitsplätze aufzubauen. 
Daneben wurden viele Regularien für Banken weltweit eingeführt, damit solche Vorfälle nicht mehr vorkommen sollten. Auch wurden einige Banken verstaatlicht oder mit staatlichen Geldern gestützt. So wurde die Commerzbank in Deutschland z.B. gestützt und die damalige Dresdner Bank musste mit ihr Zwangsfusionieren. Auch weitere Banken in Deutschland sind insolvent geworden oder mussten abgewickelt werden. 

Jetzt, gute 12 Jahre später, ist der Niedrigzins immer noch aktuell und die Immobilienpreise steigen stark. Innerhalb dieser Zeit kam es zu zwei weiteren, die Euro-Krise sowie Corona-Krise, die aktuell ganz gut gemeistert wurden.

Eins ist klar, Krisen gehören in der Wirtschaft immer dazu. Das war schon vor 200 Jahren so. Allerdings ist immer die Frage, was daraus gelernt wurde. 

Gelernt wurde vieles, jedoch befinden wir uns jetzt auch wieder in einer Phase, wo die Immobilienpreise aufgrund extrem niedriger Zinsen gestiegen sind. 


Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, schreib uns gerne und wir klären deine Fragen!

Zum Schluss, wie immer ein Zitat. Heute aus einer E-Mail von Angestellten der Ratingagentur Standard & Poors kurz vor der Krise:

„Lasst uns hoffen, dass wir alle reich und im Ruhestand sind, wenn dieses Kartenhaus in sich zusammenfällt. :o)“

Angestellte von Standard & Poors

Bleibt informiert, eiskalt und ehrlich!


Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

Geplant haben wir die Folge hiermit*.


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