Folge 61 – Wie funktioniert die Rente?

Die Rente – viele arbeiten darauf hin, manche erwarten sie und andere wiederum bekommen sie vielleicht schon. In den letzten Folgen haben wir oft darüber gesprochen, wie wichtig es ist, privat für das Alter vorzusorgen. Denn was gerade unsere Generation (30 minus) von der gesetzlichen Rente erwarten kann, ist fraglich. Daher stellen wir uns heute die Frage, was ist die gesetzliche Rente eigentlich? Wie funktioniert diese? Und woher weißt du, was du später mal bekommen wirst? All das in der heutigen Folge! 


Fangen wir also mit der ersten Frage an, was ist die gesetzliche Rente überhaupt? 

Die gesetzliche Rentenversicherung ist in Deutschland einer der vielen sozialen Absicherungssysteme. Grundsätzlich zahlt jeder Angestellte in dieses System ein und Selbstständige können freiwillig ebenso in der Rentenversicherung versichert sein.

Neben der “normalen” Altersrente wird aus der Rentenversicherung auch eine Rente wegen der verminderten Erwerbsfähigkeit (Du kannst nicht mehr so viel arbeiten, aufgrund von Krankheit, etc.) sowie Witwen- und Waisenrenten bezahlt. 

Seit 1898 besteht die gesetzliche Rentenversicherung in ihrer eigentlichen Form. Damit war Deutschland eines der ersten Länder, die eine so weit umfassende soziale Absicherung eingeführt hat. 


Wie funktioniert die Rente nur jetzt? 

Die Finanzierung der gesetzlichen Rente erfolgt durch ein sog. Umlageverfahren. Das bedeutet, dass die aktuellen Rentenzahlungen der Beitragszahler umgelegt werden und an die aktuellen Rentner ausgezahlt werden. Durch die Rentenzahlungen erwirbt jeder Einzahler sog. Rentenpunkte, die wiederum den Anspruch decken, wenn diese in Rente gehen. 

Da jedoch die Einzahlungen in die Rentenversicherung aktuell nicht reichen, die Rentenzahlungen zu decken, bezuschusst der Staat die Versicherung mit ca. 30%. 

Soweit so gut. Das Problem hieran ist allerdings, dass unsere Bevölkerung immer älter wird. Das bedeutet: Die Personen, die in die Rente einzahlen und damit die aktuellen Rentner “bezahlen”, werden im Vergleich zu den Rentnern immer weniger. Durch medizinische Erfolge und eine gesündere Lebensweise werden wir weiterhin immer älter. Wir leben nun nicht mehr im 19. Jahrhundert, wo die Bevölkerung noch wesentlich jünger war und gar nicht so alt geworden ist. Für die Zukunft bedeutet das, dass der Staat seine Zuschüsse immer weiter erhöhen muss oder das Renteneintrittsalter von 67 Jahren auf 70 Jahre erhöhen muss oder gar das ganze System umbauen muss (Kapitalgedeckt). 


Woher weißt du, was du später einmal an Rente bekommen wirst? 

Da es hier leicht zu Änderungen kommen kann, ist diese Aussage mit Vorsicht zu genießen. Dennoch sammelst du wie zuvor schon angemerkt sogenannte Entgeltpunkte. 


Jetzt ist natürlich die berechtigte Frage, wie bekommst du diese? 

Es gibt ein durchschnittliches Jahresentgelt, was auf Basis aller Gehälter der Einzahler berechnet wird. Dieses beträgt im Jahr 2021 40.551 EUR. 

Wenn du in diesem Durchschnitt liegst bekommst du einen Entgeltpunkt. Wenn du darunter liegst eben nur anteilig oder wenn du darüber liegst je nachdem auch das doppelte. Diese pro Jahr zusammengerechnet ergeben die Summe der Entgeltpunkte. 

Die Formel zum Berechnen deiner monatlichen Rente beträgt: 

monatliche Rente = Entgeltpunkte x Zeitfaktor (Regelaltersgrenze) x  aktueller Rentenwert (Wert pro Entgeltpunkt) x Rentenartfaktor (Altersrente = 1) 

Der Zeitfaktor ergibt sich aus dem Jahr, in welchem du in Rente gehst. Das ist für uns alle das 67. Lebensjahr. Dann beträgt der Zeitfaktor 1. Solltest du früher in Rente gehen, bspw, 1 Jahr früher beträgt der Faktor 0,96. 

Der Rentenwert wird regelmäßig angepasst und beträgt aktuell 34,19 Westdeutschland und 33,47 in Ostdeutschland. 

Hier ein Link, damit du deine monatliche Rente berechnen kannst: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Allgemeine-Informationen/Wie-wird-meine-Rente-berechnet/wie-wird-meine-rente-berechnet_node.html

Und jetzt der einfachste Weg, um zu erfahren, welche Rente du erhältst. Die gesetzliche Renteninformation. Ab dem 27. Lebensjahr erhältst du jährlich eine Renteninformation. Darin werden deine bereits gezahlten Beiträge dargestellt und welche Rente du erwarten kannst, wenn du weiter so viel verdienst wie bisher. Ein Muster dazu erhältst du hier:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Bilder/DE/Pressebilder/sonstige_pressebilder/renteninfo_inhalt_artikel.html


Kommen wir zur Frage, ob du die Rente auch versteuern musst? 

Deine Rente musst du abzüglich einem zuvor berechneten Freibetrag mit deinem persönlichen Steuersatz versteuern. Da dein Einkommen mit Renteneintritt allerdings deutlich geringer ist als mit deinem bisherigen Einkommen, wird dein Steuersatz auch wesentlich geringer Ausfallen. Sozialversicherungsbeiträge müssen auch von der Rente bezahlt werden. Diese sind, wenn du gesetzlich Versichert bist, 7,3% Krankenversicherung plus 3,05% (bzw. 3,3% bei Kinderlosen) für die Pflegeversicherung. 

Diese Abgaben musst du bei dem Ausweis deiner zu erwartenden Rente immer berücksichtigen! 

Zusammenfassend können wir festhalten: So ganz einfach ist die gesetzliche Rente nicht und da der Rentenwert immer wieder angepasst wird, ist es nicht zu 100% garantiert, welche Rente du irgendwann bekommst. Also musst du zwingend privat vorsorgen, egal ob Lebensversicherungen, Immobilien, Fondssparpläne oder gesetzliche Förderungen wie Riester oder Rürup. 

Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, schreib uns gerne und wir klären deine Fragen!


Zum Schluss, wie immer ein Zitat. Heute vom Satiriker Prof. Querulix: 

“Altersvorsorge bedeutet für die große Mehrheit der Bevölkerung: Verzichte auf Konsum und Lebensfreude, damit du deine Armut im Alter selbst finanzieren kannst.”

Prof. Querulix
Folge 61: Wie funktioniert die Rente?

Bleibt informiert, eiskalt und ehrlich!


Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

Geplant haben wir die Folge hiermit*.


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