Folge 64 – Wie wurde VW zu einer der größten AG Deutschlands? 

Wir finden, es war mal wieder Zeit, eine der relevanten Aktiengesellschaften bzw. Unternehmen hier im Podcast vorzustellen. Es handelt sich um eine der größten Unternehmen Deutschlands und eines, das sich vor allem in diesem Jahr mehr als verdoppelt hat an der Börse. Die Rede ist von der Volkswagen AG (VW). Wahrscheinlich kennt jeder von euch VW und die entwickelten Autos. Aber wie kam es eigentlich zu dieser Größe? Welche Geschäftsfelder verfolgt VW? Was gehört alles zu diesem Unternehmen? Und wie entwickelt sich die Aktie bisher? All das in der heutigen Folge!


Fangen wir mit der ersten Frage an, wie entwickelte sich Volkswagen zur Nummer eins auf der Welt? 

Der Ursprung der reinen Marke Volkswagen ist tatsächlich nicht so glatt wie es heute aussieht. Die Gründung geht zur Nazi-Zeit zurück, da damals der Wunsch bestand, ein Auto für die breite Masse zu erfinden, welches sich auch fast jeder leisten konnte. Ferdinand Porsche, ja genau der auch die Firma Porsche gegründet hatte, bekam den Auftrag so ein Auto zu entwickeln. Die Planungszeit lief von 1934 bis ca. 1939. In dieser Zeit wurde auch die Produktion der Autos am Standort Wolfsburg (immer noch Sitz der AG) geplant. Die Produktion wurde aber vor dem Krieg nicht mehr fertig und während der Kriegszeit wurden durch VW nur noch Rüstungsgüter und Waffen hergestellt. Dabei wurden teilweise mehrere Zehntausend Zwangsarbeiter eingesetzt. 

Nach dem Krieg waren die Fabriken zum Großteil vollständig zerstört, dennoch wurden im Jahr 1945 die ersten VW Käfer produziert, die zum Kultauto wurden. 

In den 1960er-Jahren wurde VW dann an die Börse gebracht, da das Unternehmen zuvor in staatlicher Hand war. Das Werk in Wolfsburg wurde immer größer und umfasst heute die Fläche des Kleinstaates Gibraltar. Im Jahr 1964 wurde die deutsche Automobil Union aufgekauft, die man heute unter Audi als Marke kennt. 

Über die Jahre hinweg wurde VW immer größer, brachte neue Modelle an den Markt und expandierte auch in Südamerika und den USA. 

In den Jahren 2005 und 2008 kam es dann zur geplanten Übernahme von Porsche. Da die Eigentümerfamilien von Porsche (Porsche und Piech) bereits über einige Jahre zuvor Anteile an der VW AG gekauft hatten und die Anteile zeitweise bis auf 50% angestiegen waren. Die Übernahme platzte aber, sodass sich die beiden Unternehmen darauf einigten, künftig zusammenzuarbeiten. Im Jahr 2012 kaufte dann VW den größten Anteil an Porsche. Durch weitere Zukäufe in den Jahren zuvor und der guten Expansion, gerade in China, wuchs VW so zum größten Automobilunternehmen der Welt auf. 

Im Hinblick auf die Umsatzzahlen ist es heute noch das größte, allerdings konnte Toyota im Jahr 2020 von den reinen Absatzzahlen VW überholen. 


Kommen wir zur Frage, welche Geschäftsfelder VW heute verfolgt? 

Unter dem aktuellen CEO, Herbert Diess, hat sich VW stark entwickelt. So möchte VW vollständig aus der Produktion von Verbrennungsmotoren aussteigen und in Zukunft nur noch alternative Antriebe wie Elektro und Wasserstoff entwickeln und produzieren. 

Dennoch ist das Angebot und die Verflechtung mit Tochtergesellschaften heute sehr hoch. VW bietet zum einen PKWs an unter den Marken VW, Skoda, Seat und Audi, aber auch Marken im Luxussegment wie Bentley, Bugatti, Ducati oder Porsche an. 

Neben den PKWs produziert VW auch Nutzfahrzeuge wie LKWs und Busse unter der Marke MAN und Scania. Zum anderen hat VW mittlerweile eine eigene Sparte, die Finanzdienstleistungen anbietet. Hier werden vor allem Leasing und Finanzierungslösungen angeboten. 

So bietet VW heute also eine sehr große Vielfalt an Marken und Produkten an und konnte sein Geschäftsmodell stark verändern. 


Kommen wir zur Frage, wie sich die Aktie bisher entwickelte? 

Zu den Großaktionären gehören nach wie vor Porsche mit ca. 31%, das Land Niedersachsen mit ca. 11% und das Land Katar mit ca. 15%. Der Rest ist im Streubesitz verteilt. 

Die Aktie ist aktuell bei ca. 283? (196)Euro pro Aktie und hat seit einem Jahr um mehr als 80%(35%) zugelegt. Das liegt vor allem an der erfolgreichen Umstrukturierung. Die Elektroautos kommen sehr gut an und die Investitionen Jahre zuvor zahlen sich langsam aus. Zuvor verlief die Aktie eher schleppend und wurde vor allem durch den Abgaskanal 2015 stark getroffen. 

Daneben zahlt VW allerdings schon seit einigen Jahren eine gute Dividende aus, sodass sich hier die Rendite meist zwischen 2,5 und 3,5% bewegte. Seit nun vier Jahren konnte VW 4,86 Euro pro Aktie ausschütten, für das Jahr 2022 sind sogar über 7 Euro geplant. 

Für die Zukunft ist sicherlich interessant wie die Elektro und Wasserstoff Strategie ankommt, jedoch sind die ersten Phasen gut verlaufen und wenn man Interviews vom CEO glaubt, hat er noch einiges vor. Neben dem, dass die VW-Currywurst abgeschafft werden soll ;).


Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, schreib uns gerne und wir klären deine Fragen!

Volkwswagen-newsroom.com – Geschichte

Zum Schluss, wie immer ein Zitat. Heute vom aktuellen CEO der VW AG, Herbert Diess. 

“Yes, we did buy a car rental company, but it won’t be a car rental company probably in 5 to 10 years’ time. It can be a big mobility platform.”

Herbert Diess
Folge 64 – Wie wurde VW zu einer der größten AG Deutschlands? 

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Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

Geplant haben wir die Folge hiermit*.


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