Folge 68 – Was machen die Märkte? 

Die Zeit verfliegt und schon wieder sind drei Monate und damit das dritte Quartal rum. Es geht auf das Ende des Jahres zu. Wir haben uns vorgenommen, euch jedes Quartal einen Rückblick auf die vergangenen Börsenmonate zu geben sowie einen kleinen Ausblick zu wagen. Daher stellen wir uns heute die Frage, wie sich die Märkte in den letzten Monaten entwickelt haben? Was besonders was? Was sich neben den Kursen getan hat? Und natürlich, wie es weiter geht? All das in der heutigen Folge. 


Kommen wir zur ersten Frage, wie haben sich die Aktienmärkte in den letzten drei Monaten entwickelt? 

Die wichtigsten Indizes auf der Welt entwickelten sich im dritten Quartal eher seitwärts. Die Sommermonate sind i.d.R. immer etwas schwächer und so auch dieses Jahr. 

Die Indizes entwickelten sich folgendermaßen (Stand 30.09.2021):

Dax: – 2% auf 15.230 Punkte 

S&P 500: -0,04% auf 4.310 Punkte

NASDAQ: -1,8% auf 14.689 Punkte

Hang Seng: -5% auf 24.606 Punkte

Aktuell macht gerade die Rohstoffversorgung sowie lückenhafte Logistik Probleme. In England bspw. kommt es zu Engpässen in der Benzinversorgung. Immer noch gibt es zu wenige Halbleiter, sodass sich Lieferzeiten für Autos, Maschinen und technische Geräte extrem verzögern. Gleichzeitig wächst dadurch die Inflation, was zusätzlich bei manchen zu Sorgen führt. 

Auf das Gesamtjahr bisher gesehen, war das erste Halbjahr trotzdem gut und die Anleger können auf ca. 10% Rendite zurückschauen. 

Neben den Aktienmärkten kam es auch zu einer kleineren Besonderheit. Seit einigen Jahren kam es wieder zu steigenden Zinsen. Nicht besonders stark, aber im kurzfristigen sowie langfristigen Bereich sind die Zinsen ganz leicht angestiegen. Das liegt auch an der Inflation und an der Erwartung, dass die Notenbanken, gerade in den USA, evtl. nächstes Jahr den Leitzins etwas erhöhen könnten, um der Inflation entgegenzuwirken. 

Konträr zu den Aktien haben sich die Kryptowährungen entwickelt. Hier gab es im 2. Quartal einen starken Verfall. Im dritten Quartal haben diese sich aber gut entwickelt und im Durchschnitt ein plus von ca. 30% eingeholt. 


Was war weiterhin besonders? 

Besonders war und ist auch die drohende Immobilienkrise in China. Dort ist das zweitgrößte Immobilienunternehmen “Evergrande” in starke Liquiditätsschwierigkeiten gerutscht und nahe an einer Insolvenz vorbeigeschrammt. Hier ist der Aktienkurs um fast 95% in den letzten fünf Monaten gesunken. Die Aktie ist derzeit vom Handel ausgesetzt, da es zu sehr großen Verkäufen kam. Auch einige kleinere Immobilienunternehmen in China haben Zahlungsschwierigkeiten und können zum Teil Kredite nicht mehr bedienen, da die Schuldenlast hier sehr hoch ist. 


Kommen wir zur Frage, wie es jetzt weitergeht?

Ausschlaggebend wird weiterhin die Rohstoffversorgung sein. Hier ist aktuell leider kein Ende in Sicht und es besteht weiterhin eine Knappheit. Das hat steigende Preise und damit hohe Kosten für die Unternehmen zur Folge. Auch die schlechte Lieferketten-Versorgung hat einen Einfluss auf die Weltwirtschaft. Containerpreise z.B. haben sich teilweise verfünffacht. Aufgrund schwieriger Einreisebedingungen in China herrscht eine Container Knappheit in Europa. Es gibt schlichtweg zu wenige Container. Alles Spätfolgen der Corona Pandemie, aber dennoch erschreckend, dass so was im Jahr 2021 passieren kann. 

Für die Aktienmärkte in Deutschland und Europa wird auch die Regierungsbildung interessant. Die Koalitionsverhandlungen der “Ampel” aus SPD, Grünen und FDP sind gestartet. Was hier rauskommt, ist offen, allerdings werden sich diese Entscheidungen auch auf die Aktienmärkte auswirken. 

In den USA und Europa wird weiterhin die Entwicklung der Inflation eine große Rolle spielen. Denn damit evtl. verbundene Zinserhöhungen seitens der EZB oder FED würden auf den Aktienmarkt negative Auswirkungen haben. 

In China (und teilweise den USA) wird auch die Krise um Evergrande interessant bleiben. Sollte sich das Unternehmen nicht fangen und damit manche Banken in China sowie weitere Immobilienunternehmen in die Krise schicken, wird das auch negative Auswirkungen auf die Märkte in China, aber auch den USA haben. Denn in den USA ist die Immobilienblase von 2008/2009 immer noch ein wunder Punkt und die Angst vor so einer Blase ist immens hoch. 

In Summe wird also das letzte Quartal des Jahres 2021 sehr interessant werden und evtl. auch etwas turbulent. Wir sind auf jeden Fall gespannt. 


Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, schreib uns gerne und wir klären deine Fragen!

Zum Schluss, wie immer ein Zitat. Heute vom ehmaligen CEO der Citigroup, Charles O. Prince III: 

“When the music stopps…” Wenn die Musik aufhört zu spielen, springt im Westen der Staat ein, Regierungen und Notenbanken, sie müssen Banken stützen, retten, verstaatlichen, Geld ins System pumpen.

Charles O. Prince III
Folge 68: Was machen die Märkte?

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Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

Geplant haben wir die Folge hiermit*.


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