Finanzmythen gibt es wie Sand am Meer, doch welche stimmen wirklich? In dieser Folge entlarven wir die drei größten Irrtümer rund um Aktien, Immobilien und Bargeld.
Wie du diese Mythen durchblickst und was du wirklich wissen musst, erfährst du hier! 🙂
1. Mythos: Sind Aktien wirklich immer riskanter als Anleihen?

Viele Anleger glauben, dass Aktien grundsätzlich riskanter sind als Anleihen.
Doch spätestens nach dem letzten großen Zinsanstieg wurde deutlich, dass dies nicht immer der Fall ist. Selbst Anleihen mit kurzen Laufzeiten von sicheren Emittenten verloren über 6%.
Hier gehts zu unserer aktuellen Podcast Folge wo wir noch genauer auf das Thema eingehen:
S2 Folge 18: Mythen in der Finanzwelt – Wahr oder falsch? 💡🔍
Das Missverständnis basiert auf der Annahme, dass die Volatilität, also die Schwankungsbreite, von Aktien immer zu größeren Verlusten führen muss.
Tatsächlich bieten Aktien jedoch mit einem langfristigen Anlagehorizont in der Regel höhere Renditen als Anleihen.
Ein breit gestreutes Aktienportfolio (zum Beispiel durch Fonds oder eine hohe Anzahl an Einzeltiteln) kann das Risiko streuen und potenzielle Verluste abfedern.
Anleihen sind ebenfalls nicht frei von Risiken. Neben dem Emittentenrisiko, also der Gefahr, dass die Anleihen nicht mehr zurückgezahlt werden, besteht auch die Gefahr von Kursschwankungen.
Diese treten insbesondere bei Zinsveränderungen (steigende Zinsen) oder bei hohen Inflationsraten auf.
Zusammengefasst: Auch wenn Anleihen oft als sicherere Investition gelten, ist es wichtig, sich der damit verbundenen Risiken bewusst zu sein und seine Anlagestrategie entsprechend anzupassen.
Ein gut diversifiziertes Portfolio kann dabei helfen, diese Risiken zu minimieren und gleichzeitig von den potenziellen Renditen beider Anlageformen zu profitieren.
Wie kannst du dein Anlagerisiko minimieren?

Mach dir genaue Gedanken über deinen Anlagehorizont. Überlege, wann du das investierte Geld wieder benötigst. Für welchen Zweck ist es gedacht und welches Risiko bist du bereit einzugehen?
Eine sorgfältige Planung hilft dir, die passende Anlagestrategie zu finden. Vielleicht macht für dich eine Mischung aus Aktien und Anleihen Sinn.
Aktien bieten potenziell höhere Renditen, während Anleihen oft als sicherere Anlage gelten.
Indem du deine Ziele und Risikobereitschaft klar definierst, kannst du eine ausgewogene und individuell angepasste Investmentstrategie entwickeln.
Dies kann dir helfen, sowohl Sicherheit als auch Wachstum in deinem Portfolio zu erreichen.
2. Mythos: Immobilien als sichere Investition
Wenn du in Betongold investierst, ist dein Geld sicher und rentabel – das ist ein weitverbreiteter Mythos. Allerdings gibt es auch bei Immobilien erhebliche Risiken.
Werte können sich verändern, beeinflusst durch Zinsentwicklungen, lokale Faktoren oder zuletzt aufgrund energetischer Themen.
Weiterhin kommen mit Immobilien hohe Kosten auf dich zu. Nicht nur der Kauf sowie der Verkauf sind mit hohen Kosten verbunden, auch die Instandhaltung darf bei der Investition in Immobilien nicht vernachlässigt werden.
Gerade bei Vermietungsobjekten sind diese Kosten in der Regel deutlich höher.
Dabei besteht das Risiko eines Mietausfalls, was besonders bei einer engen Finanzierung der Immobilie problematisch werden kann.
Zusammengefasst: Immobilien können eine gute Investition sein, aber es ist wichtig, sich der damit verbundenen Risiken und Kosten bewusst zu sein.
Eine sorgfältige Planung und Berücksichtigung aller Faktoren sind entscheidend für den Erfolg deiner Immobilieninvestition.
Worauf solltest du bei Immobilieninvestitionen achten?
Gehe auf keinen Fall eine zu enge Finanzierung der Immobilie ein. Besonders bei der ersten Finanzierung solltest du darauf achten, dass die Kreditrate auch zur Not mal ein paar Monate durch dein sonstiges Einkommen gedeckt werden kann.
Zudem ist es wichtig, immer Rücklagen für die einzelnen Wohnungen zu bilden, um im Falle von notwendigen Instandhaltungen oder Renovierungen keine weitere Finanzierung zu benötigen.
Auch hier gilt: Jede Investition hat Risiken, die zu beachten sind und derer man sich bewusst sein sollte.
Eine sorgfältige Planung und eine realistische Einschätzung deiner finanziellen Möglichkeiten sind entscheidend, um langfristig erfolgreich in Immobilien zu investieren.
3. Mythos: Nur Bares ist Wahres – Realität oder Märchen?
Bargeld ist gerade in Deutschland immer noch ein sehr wichtiger Bestandteil der Finanzwelt. Viele schwören darauf, dass nur Bargeld wirklich existiert und das Geld auf dem Konto nicht. Grundsätzlich hat Geld viel mit Vertrauen zu tun.
Verliert eine Währung an Vertrauen, ist das Geld, egal ob auf dem Konto oder in Form von Banknoten, praktisch wertlos.
Dies hat man in der Geschichte schon oft gesehen, zum Beispiel bei der deutschen Mark in der Weimarer Republik oder dem Bolivar in Venezuela, zuletzt im Jahr 2010.
Ein Problem von Bargeld ist, dass es insbesondere für kriminelle Aktivitäten genutzt wird, da es kaum nachweisbar ist.
Aus diesem Grund wird seit Jahren die Verwendung von Bargeld uninteressanter gemacht. Dies geschieht durch Gebühren beim Abheben oder Einzahlen oder durch Nachweise ab 10.000 Euro bei Einzahlungen. Hiermit wird versucht, die Geldwäsche zu verhindern.
Zusammengefasst: Während Bargeld nach wie vor eine wichtige Rolle spielt, nimmt die Bedeutung bargeldloser Zahlungen zu. Es ist wichtig, sich dieser Entwicklung bewusst zu sein und sich langsam aber sicher an die neuen Zahlungsmittel zu gewöhnen.
Wie bereitest du dich auf eine bargeldlose Zukunft vor?
Da es in der Zukunft immer schwieriger wird, mit Bargeld zu bezahlen, solltest du dich langsam aber sicher an die neuen bargeldlosen Zahlungsmittel gewöhnen.
Es ist wichtig, sich mit verschiedenen bargeldlosen Verfahren vertraut zu machen, um vorbereitet zu sein.
Auch wenn du höhere Bargeldbestände zu Hause hast, ist es sinnvoll, sich damit zu beschäftigen, wie du das Geld auf dein Konto einzahlen kannst.
Überlege dir, welche Schritte nötig sind und welche Optionen dir zur Verfügung stehen, um in der Zukunft flexibel und sicher mit deinem Geld umgehen zu können.
Zusammengefasst: Die zunehmende Digitalisierung der Finanzwelt erfordert Anpassung und Vorbereitung.
Indem du dich frühzeitig mit bargeldlosen Zahlungsmethoden auseinandersetzt und dich über Einzahlungsmöglichkeiten informierst, kannst du sicherstellen, dass du auch in Zukunft finanziell gut aufgestellt bist.
Zusammenfassung
Diese drei Mythen zeigen die verschiedenen Varianten sehr gut auf, doch es gibt noch viele weitere.
Es ist wichtig, diese Mythen zu hinterfragen und sich auf fundierte Informationen zu stützen.
Nur so können wir fundierte Entscheidungen treffen und unsere finanziellen Ziele erreichen.
Indem wir uns intensiv mit den Fakten auseinandersetzen und die gängigen Annahmen kritisch prüfen, können wir eine bessere finanzielle Zukunft gestalten.
Zusammengefasst: Das Hinterfragen von Finanzmythen und das Vertrauen auf fundierte Informationen sind entscheidend, um kluge und informierte Entscheidungen zu treffen. So können wir unsere finanziellen Ziele erfolgreich erreichen.
Unser Zitat zur Folge
Das passende Zitat zu dieser Folge kommt mal wieder von Warren Buffett:
„Der beste Schutz vor Risiken ist Wissen.“
FAQ
Was sind häufige Finanzmythen?
Dass Aktien immer riskanter sind, Immobilien immer sicher und nur Bargeld echtes Geld ist.
Warum sind Finanzmythen gefährlich?
Sie führen zu falschen Anlageentscheidungen.
Wie kann man Finanzmythen entlarven?
Durch fundierte Informationen und Expertenmeinungen.
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Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.
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