Orderkosten

Orderkosten 2024: Kostet der Aktienkauf wirklich nur 1€?

Die Kosten einer Order an der Börse sind relevant und nicht zu unterschätzen.

Wir klären mit diesem Artikel auf und bringen Klarheit in den Begriff Jungle.

Sei gespannt was dich erwartet!🙂 

Welche Orderkosten kommen beim Kauf von Aktien auf dich zu?

Hier gehts zu unserer aktuellen Podcast Folge wo wir noch genauer auf das Thema eingehen:

Wenn wir über Kosten beim Aktienkauf sprechen, denken viele zunächst nur an die offensichtlichen, also die expliziten Kosten. Dazu zählen:

Ordergebühren: Jede Börse erhebt Gebühren für das Kaufen und Verkaufen von Aktien. Bei traditionellen Brokern sind das oft feste Beträge oder Prozentsätze des Transaktionsvolumens.

Depotgebühren: Einige Broker verlangen eine Gebühr dafür, dass sie deine Aktien verwahren.

Börsengebühren: Diese fallen an, wenn du über die Börse handelst. Sie werden ebenfalls als fixer Betrag oder Prozentsatz berechnet.

Daneben gibt es auch implizite Kosten, die auf den ersten Blick nicht direkt ersichtlich sind. Diese Kosten ergeben sich häufig aus der Preisbildung am Markt bzw. an der Börse und werden als Spread bezeichnet.

Der Spread ist die Differenz zwischen dem Kaufpreis (Ask) und dem Verkaufspreis (Bid) einer Aktie. Diese Differenz entsteht, weil Käufer und Verkäufer am Markt nicht immer den gleichen Preis bieten.

Der Spread kann als eine Art versteckte Kosten angesehen werden: Als Käufer zahlst du einen höheren Preis, während du als Verkäufer einen niedrigeren Preis erhältst.

Je größer der Spread, desto mehr „verlieren“ Käufer und Verkäufer bei einem Trade. Besonders in Zeiten hoher Marktvolatilität oder bei weniger gehandelten Aktien kann der Spread merklich größer werden, wodurch die impliziten Kosten steigen.

Die Höhe des Spreads ist auch ein Indikator für die Liquidität einer Börse oder eines Wertpapiers: Je mehr Aktien an einer Börse gehandelt werden, desto geringer ist der Spread. Umgekehrt kann der Spread bei weniger gehandelten Aktien deutlich höher ausfallen.

Worauf solltest du bei Neobrokern achten?

Bei Neo-Brokern wie Trade Republic zahlst du meistens sehr geringe Orderkosten oder lediglich Pauschalen, beispielsweise 1,- EUR pro Order.


Bei traditionellen Brokern fallen oft mehrere Euro pro Transaktion oder ein Prozentsatz des Ordervolumens an. Dafür handelst du direkt an einer Börse und kannst dir den Börsenplatz aussuchen.

In der Regel sind die Spreads hier deutlich geringer.

Bei Neo-Brokern wie Trade Republic können die impliziten Kosten, also der Spread, jedoch höher ausfallen. Das liegt daran, dass diese Broker die Orders nicht direkt an die Börse weiterleiten, sondern an sogenannte Market Maker, die für Liquidität sorgen.

Diese Market Maker setzen ihre eigenen Spreads, die in der Regel etwas größer sind als die Spreads an klassischen Börsen.

Das bedeutet, dass du möglicherweise etwas mehr für den Kauf einer Aktie bezahlst, als du es bei einem traditionellen Broker tun würdest.

Was ist jetzt besser oder schlechter?

Wie immer kann man das nicht pauschal beantworten. Es hängt stark davon ab, wie oft du handelst und in welchem Volumen.

Bei kleineren Trades können Neo-Broker eine gute Wahl sein – trotz der größeren Spreads, da diese nicht so stark ins Gewicht fallen. Bei größeren Volumina hingegen macht es Sinn, zum optimalen Marktpreis zu handeln, um die impliziten Kosten möglichst gering zu halten.

Beispiel 1:

Kauf von zwei Apple-Aktien (aktueller Preis 217,- EUR) bei einem Neo-Broker:

Orderkosten: 1 EUR = explizite Kosten

Spread: 0,40 EUR pro Aktie = 0,80 EUR

Gesamtkosten: 1,80 EUR

Kauf von zwei Apple-Aktien (aktueller Preis 217,- EUR) bei einem klassischen Broker:

Orderkosten: 9,50 EUR = explizite Kosten

Spread: 0,01 EUR pro Aktie = 0,02 EUR

Gesamtkosten: 9,52 EUR

Beispiel 2:

Kauf von 100 Apple-Aktien (aktueller Preis 217,- EUR) bei einem Neo-Broker:

Orderkosten: 1 EUR = explizite Kosten

Spread: 0,40 EUR pro Aktie = 40 EUR

Gesamtkosten: 41 EUR

Kauf von 100 Apple-Aktien (aktueller Preis 217,- EUR) bei einem klassischen Broker:

Orderkosten: 9,50 EUR = explizite Kosten

Spread: 0,01 EUR pro Aktie = 1 EUR

Gesamtkosten: 10,50 EUR

Unser Fazit

Unsere Empfehlung lautet daher: Nimm dir Zeit, um genau zu überlegen, welcher Anlegertyp du bist. Stell dir die Frage, ob du eher ein aktiver Trader bist, der häufig handelt und kurzfristige Gewinne erzielen möchte, oder ob du langfristig investierst und auf stabile Wertentwicklungen setzt.

Ebenso wichtig ist es, dein durchschnittliches Handelsvolumen zu analysieren – ob du in kleineren Beträgen oder in größeren Summen handelst.

Denn beides hat Einfluss darauf, welcher Broker und welche Handelsstrategie am besten zu deinen Bedürfnissen passen.

Unser Zitat zur Folge

Das Zitat des Tages ist von Warren Buffett:

„Preis ist, was du zahlst. Wert ist, was du bekommst.“

FAQ

Was sind Orderkosten?

Gebühren, die beim Kauf oder Verkauf von Wertpapieren anfallen.

Wie werden sie berechnet?

Entweder als fester Betrag oder als Prozentsatz des Transaktionsvolumens.

Wie kann ich Orderkosten reduzieren?

Durch die Wahl eines kostengünstigen Brokers oder eines Neo-Brokers.

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Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.


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